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Einheimisch - nicht Einheimisch ?


Ein wirklich lesenswertes Buch und damit mein Tipp für Sie


 

Fred Pearce - Die neuen Wilden


"Wie es mit fremden Tieren und Pflanzen
gelingt, die Natur zu retten"
erschienen im  OEKOM - Verlag, bei uns erhältlich
22,95 € zzgl. Versandkosten
 
 
 
 
 
 
 
 
L E S E P R O B E

ZITAT Anfang
" Etablierte Naturschützer haben meiner Meinung nach recht, wenn sie sagen, dass wir eine neue Verwilderung der Erde brauchen. Allerdings irren sie, wenn sie das erreichen wollen, indem sie die Zeit zurückdrehen. Wir brauchen neue Wilde in einer neuen Wildnis - daher der Titel dieses Buchs. Diese neue Wildnis wird aber eine völlig andere sein, als die alte. Wir haben unseren Planeten schon zu  sehr verändert, und die Natur kehrt nicht um in irgendeine Vergangenheit. In der Kraft der Fremden und in ihrer Fähigkeit, neue Gebiete zu kolonialisieren, zeigt sie ihre Widerstandsfähigkeit. (...) Nachdem ich der Spur der fremden Arten auf sechs Kontinenten gefolgt bin, lautet mein Fazit, dass ihre Dämonisierung mehr über uns und unsere Ängste vor Veränderungen aussagt als über sie und ihr Verhalten." Zitat Ende
FRED PEARCE

 

Hallo,liebe Gäste meiner Webseite

!

 
Vor einiger Zeit bin ich auf das oben dargestellte Buch von Fred Pearce aufmerksam geworden.
Ich habe mir sofort ein Exemplar bestellt und auch ganz schnell geliefert bekommen.
Es geht hier in diesem Buch um das immer wieder aktuelle Thema "
Heimische Pflanzen gegen fremdländische Pflanzen".
Das Buch war für mich spannender als mancher Krimi - ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe die halbe Nacht durchgelesen, bis ich auf der letzten Seite landete.
 
Fred Pearce hat in vielen Jahren das brisante Thema "heimisch - nicht heimisch" / die Willkommenskultur bei Pflanzen untersucht und ist dabei zu nachfolgendem Ergebnis gekommen:
Zitat Anfang
"Wir brauchen keinen fremdenfeindlichen, rückwärtsgerichteten Naturschutz, der invasive Arten als Schädlinge inszeniert, statt sich mit dem Neuen konstruktuiv auseinanderzusetzen. Denn gerade in Zeiten sich stark verändernder Ökosystheme und des Klimawandels brauchen wir widerstandsfähige Arten, die unsere biologische Vielfalt bereichern und übernutzte Landschaften regenerieren" - Zitat Ende
 
Zur weiteren Info:
Erst seit 1998 ist bekannt, das vor 74.000 Jahren ein vulkanischer Winter durch den Indonesischen Vulkan TOBA auf der Insel Summatra ausgelöst wurde. Die damals schon reichlich vorhandene Menschheit wäre beinahe ausgestorben durch Kälte und extreme Trockenheit.
Hier in Mitteleuropa war die letzte Eiszeit bereits seit 10.000 Jahren "im Gange". Nach dem Vulkanausbruch sackte die Temperatur teilweise um bis zu 15 Grad tiefer, so dass zwischen 100 Jahren und sogar bis 1.000 Jahren überhaupt keine Vegetation möglich war.
Nach Ende des vulkanischen Winters lief die Eiszeit "normal" weiter und die ersten Polarpflanzen konnten wieder einwandern. Vor ungefähr 11.000 Jahren ging die Eiszeit dann zu Ende und seit dem ist Mitteleuropa ein Einwanderungsland für Pflanzen usw.
Laut Angabe des Schweizer Botanikers Peter Steiger gibt es in Mitteleuropa 227 einheimische Gehölzarten. Diese Angabe habe ich dem Buch "Esche, Espe oder Erle", Ott - Verlag, Schweiz, entnommen.
 
Von diesen 227 Arten sind viele allerdings Windblütler, das heißt sie benötigen keine Insekten oder ähnliches zur Bestäubung, sondern nutzen einfach den Wind. Wenn ich nun von diesen 227 Arten die Windblütler abziehe, ebenso die Zwergsträuchlein, die zumeist Gebirgsspezialisten sind, dann bleiben nur noch etwa 90 Gehölzarten übrig, die als Bienenpflanzen gelten, also von Bienen, Wildbienen, Hummeln, Faltern etc. bestäubt werden und im Gegenzug Nektar und Pollen für deren Ernährung liefern. Ein Nachteil dieser übrig bleibenden 90 Gehölzarten ist jedoch, dass die allermeisten von ihnen nur im Frühjahr bis Frühsommer blühen, so dass unsere Insekten dann, wenn meistens das schönste Wetter draussen herrscht, hungern müßten, wenn es keine Gehölze aus Asien und Nordamerika gäbe. Diese Gehölze sind eine sehr willkommene Nahrungsergänzung bzw. Trachtquelle (so nennen wir Imker und Imkerinnen das Angebot von Nektar, Pollen und Honigtau, welches von unseren Bienenvölkern in die Bienenstöcke eingetragen wird). Asiatische und Nordamerikanische Gehölze blühen bei uns teilweise bis Anfang Oktober - das will doch schon ewas heißen!
 
Gerade aus dem Chinesisch - Asiatischen Bereich kommen viele Gehölzarten, die alle bei uns vollkommen winterhart sind und sich oft auch noch besonders hitze- und trockenheitstolerant erweisen. Diese insektenfreundlichen Arten sind doch herzlich willkommen, um hier die Artenvielfalt zu vergrößeren. Stellvertretend nenne ich zum Beispiel Euodia hupehensis, den Bienenbaum, Sophora japonica, den Schnurbaum, Koelreuteria paniculata, den Blasenbaum, Tilia henryana, Tilia mongolica, Tilia kiusiana, alle 3 sind hervorragende Lindenarten, Gleditzia triacanthos, den Lederhülsenbaum, Ailanthus altissima, den Götterbaum, Ptelea trifoliata, die Kleeulme, Buddleja in Arten, das sind unsere beliebten Schmetterlingsflieder, Lycium barbarum, den Teufelszwirn usw. usw.
 
Nähere Angaben zu allen aufgeführten und noch vielen anderen interessanten Pflanzen finden Sie unter anderem in meinem Sortimentskatalog Bäume /Sträucher ...
 
 
....auch meine
Bunte Liste der empfehlenswerten Bienenpflanzen
 
sowie die schwarze Liste der sogenannten "Nicht - Bienenpflanzen" kann ich Ihnen sehr an`s Herz legen.
                                                                                 
Deshalb, liebe lesende Gäste, Pflanzenfreundinnen und - Freunde, Imkerinnen und Imker, sowie Naturschützende:
Lasst uns fleissig Gehölze pflanzen, egal welchen "Migrationshintergrund" sie haben - dieses geschieht zum Wohle unserer Insekten und sogar der Vogelwelt, denn viele dieser Gehölze bieten später im Jahr sogar noch reichlich nahrhafte Samen, Früchte und Beeren.
Schon der Gartenschriftsteller Jürgen Dahl schrieb einst: Zitat Anfang:  "
wir benötigen Idealisten, keine Ideologen!" - Zitat Ende.
 
Dem kann ich nur zustimmen. Ich freue mich auf einen konstruktiven Gedankenaustausch mit Ihnen.
(c) Bernhard Jaesch im Februar 2021
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Bernhard Jaesch, Gartenbautechniker, Gärtnermeister, Imkermeister,  Immengarten 1,
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Aktualisiert: 22.05.2024
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